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Ausgabe 2/2018 (Download als PDF)

Mit der Veröffentlichung aktueller Ergebnisse der KJH-Statistik gibt es wieder einmal  Höchststände zu vermelden. Das vorliegende Heft befasst sich mit solchen aus Teilen der Kinder- und Jugendhilfe, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: der öffentlich organisierten Kindertagesbetreuung einerseits und den Gefährdungseinschätzungen der Jugendämter andererseits. Dies verweist nicht nur auf die bekannte Breite der unterschiedlichen Aufträge der Kinder- und Jugendhilfe, sondern markiert auch aktuelle Herausforderungen. Die Kinder- und Jugendhilfe ist im Rahmen des Ausbaus der Kindertagesbetreuung  als  Bildungs-, Förder- und Teilhabeangebot ebenso gefordert wie beim Erkennen und Reagieren auf mutmaßliche oder tatsächliche Kindeswohlgefährdungen. Hingegen setzt sich eine andere Serie von Höchstständen der letzten Jahre nicht weiter fort. Die Zahl der Inobhutnahmen ist erstmalig seit 2005 zurückgegangen. Das ist auf den Rückgang der unbegleitet  nach Deutschland kommenden Minderjährigen zurückzuführen. Hier zeichnen sich Entlastungen für Träger der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe ab. Zugleich zeigt sich aber auch, dass abseits der hohen UMA-Fallzahlen in den letzten Jahren die Notwendigkeit für Jugendämter, Kinder und Jugendliche in Obhut zu nehmen, wieder spürbar zugenommen hat. Auch dies weist neben der weiteren Zunahme der Gefährdungseinschätzungen darauf hin: Institutioneller Kinderschutz ist nach wie vor und in Zukunft eine wichtige Gestaltungsaufgabe für die kommunalen Jugendämter.