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Die Kinder- und Jugendhilfe – zwischen Ausbau, Konsolidierung und Herausforderungen

Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik veröffentlicht den „Kinder- und Jugendhilfereport Extra 2021“ mit aktuellen Daten zu einem Bereich, der im Fokus aktueller Reformen und Herausforderungen steht.

Der Beschluss des Bundestages vom 22. April 2021, mit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz die Kinder- und Jugendhilfe zu reformieren und weiterzuentwickeln, betrifft ein Sozialleistungssystem, das seit Jahren stetig an Bedeutung gewinnt. Bund, Länder und Kommunen investieren immer mehr in die vielfältigen Angebote und Unterstützungsleistungen der Kinder- und Jugendhilfe. Im Jahr 2019 wurden rund 55 Milliarden Euro hierfür ausgegeben. Innerhalb von 10 Jahren haben sich die Ausgaben für die gesamte Kinder- und Jugendhilfe mehr als verdoppelt.

Die zusätzlichen Investitionen fließen insbesondere in den anhaltend starken Ausbau der Kindertagesbetreuung, in der – aufgrund der demografischen Entwicklungen – erneut Kinder ab 3 Jahren an Bedeutung gewinnen. Nachgelassen hat das Wachstum hingegen bei den Hilfen zur Erziehung und Hilfen für junge Volljährige. Der im Vergleich zu 2016 stark rückläufige Unterstützungsbedarf der unbegleitet nach Deutschland eingereisten Minderjährigen ist hier unverkennbar. Dagegen hält der seit Jahren kontinuierlich steigende Trend bei den Eingliederungshilfen für junge Menschen weiter an, besonders im schulischen Bereich. Damit rückt die Kooperation mit der Schule noch stärker ins Blickfeld und wird die Kinder- und Jugendhilfe im Zuge der angestrebten inklusiven Lösung, auch künftig weiter herausfordern.

Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt der neu erschienene „Kinder- und Jugendhilfereport Extra 2021“. In kompakter Form stellt diese Ausgabe des Reports aktuelle Daten in der gesamten Kinder- und Jugendhilfe und ihren Arbeitsfeldern zusammen und kommentiert zentrale Entwicklungen. Auch wenn die Datengrundlage des Reports die Entwicklungen vor der Coronapandemie in den Blick nimmt, werden Bezüge zu aktuellen empirischen Erkenntnissen aufgegriffen und zumindest Fragestellungen hinsichtlich coronabedingter Auswirkungen formuliert.

Der Kinder- und Jugendhilfereport stellt damit einen zuverlässigen Kompass durch eine zuletzt ausgesprochen dynamische und in Teilen auch unübersichtlich gewordene Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung. In außergewöhnlichen Zeiten der Veränderung und der Herausforderungen ermöglicht er Fachkräften, fachpolitischen Entscheidungstragenden, Lehrenden, Studierenden, Medienschaffenden und anderen Interessierten einen schnellen und datenbasierten Überblick über die Arbeitsfelder und Aufgabengebiete.

Ergebnisse und Download

Zentrale Ergebnisse des Kinder- und Jugendhilfereports Extra 2021 im Überblick
Kostenloser Download des Kinder- und Jugendhilfereports Extra 2021

Kontakt

Prof. Dr. Thomas Rauschenbach

Dr. Thomas Mühlmann

Weitere Neuigkeiten

Kurzanalyse der AKJStat zu den HzE-Daten 2023

Abgebildet ist die erste Seite einer Kurzanalyse mit dem Titel „Hilfen zur Erziehung 2023“. Der vollständige Titel lautet: „Starke Anstiege der Erziehungsberatung, leichte Zunahme bei den ‚ASD Hilfen‘“. Darüber steht der Hinweis: „Aktuelle Entwicklungen in den Hilfen zur Erziehung – Datenbasis 2023 (Stand: Januar 2025)“. Als Autorinnen und Autoren werden Sandra Fendrich, Julia Erdmann und Agathe Tabel genannt. Die Kurzanalyse wurde von der Arbeitsstelle Kinder  und Jugendhilfestatistik im Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut und Technische Universität Dortmund erstellt. Oben rechts ist das Logo von akjstat abgebildet. Die Seite enthält Fließtext mit einer inhaltlichen Zusammenfassung sowie eine hervorgehobene Zwischenüberschrift zu den Fallzahlen der erzieherischen Hilfen im Jahr 2023. Die Gestaltung ist überwiegend weiß mit blauen Hervorhebungen. Die Kurzanalyse kann unter der Newsmeldung heruntergeladen werden.

Ende 2024 hat das Statistische Bundesamt die Daten des Berichtsjahres 2023 zu den Hilfen zur Erziehung (HzE) veröffentlicht.

Die Jugendämter zählten 1.214.017 junge Menschen unter 27 Jahren, die selbst bzw. deren Eltern in 2023 eine HzE in Anspruch genommen haben. Das sind knapp…

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Im Rahmen des HzE-Berichtswesens NRW sind die Jugendamtstabellen mit der Datenbasis 2022 als Excel-Datei mit Eckwerten für die einzelnen Jugendämter in Nordrhein-Westfalen zum Fallzahlenvolumen und zur Inanspruchnahme von Hilfen zur Erziehung, aber auch zu den Eingliederungshilfen für junge Menschen mit einer seelischen Behinderung erschienen.

Sie können hier abgerufen werden.  

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